UWE - Die Festival

3 — 6 June 2021

06.06.2021

The big round object, sweet, the real forest

Wolfgang Pérez ist Musiker, Komponist und Produzent aus Essen.

Er ist Mitbegründer der Kölner Dada-Disco-Band Golf. Im September 2020 erschein mit ‘Rave On’ eine neue EP auf dem prestigeträchtigen Berliner Label Staatsakt. 

Nach einer ersten EP 2019, erscheint im Mai 2021 Pérez Debüt Soloalbum ‘Who Cares Who Cares’ auf dem Staatsakt-Sublabel Fun in the Church. 

Der gebürtige Essener ist außerdem neben Georg Conrad von COMA die zweite Hälfte von dem Electronic-Duo Left Hand Island. 

Seit Sommer 2019 ist Pérez Mitglied des Künstlerkollektivs Se Cure. Dort versammeln sich Leute aus Pop-, Rave-, Jazz-, Kunstmusik- und Theater-Kontexten zu kollektiven Improvisationen und führen diese öffentlich auf.

Anfang 2019 komponierte und produzierte er die Musik zur Inszenierung des Brecht Stücks Mann ist Mann für das Düsseldorfer Schauspielhaus in Zusammenarbeit mit dem Regisseur David Schnaegelberger.

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Milena Cestao Kolbowski is a spanish-german performing artist and theater maker working at the intersection of spoken theater, dance and performance art. 

While growing up between Germany, Italy and Spain she became enthusiastic about music, theater and dance and started training at an early age. This led her to study Physical theater at Folkwang University in Essen/Germany.

Her focus lays on the transformation of socially critical topics into abstract, performative theater works. Her strength is to address taboos with a mixture of humor and ‘defamiliarization’. Her recurring inspirations are instruction manuals, ingredient lists, flamenco dance, texts from popular culture like soap opera lines and others, voice-pitches, and genre specific dance-moves.

Her work ‘AY PAPI’ about sexism in songs has been invited to perform at art venue Prärie in Bochum, ‘Fetz Festival’ in Maschinenhaus Essen, die-wo-spielen Festival in Stuttgart and UWE die Festival in München. Further artistic collaborations brought her to Berlin, Cologne, Düsseldorf and Heidelberg. After working as an assistant for choreographer Marie-Lena Kaiser she became increasingly interested in devising and teatrical direction.

Currently she is staging her first own piece as a director (about the menstrual taboo) and working on a funded interdisciplinary exhibition.

 

Simon Zeller (*1991 in Tübingen) absolvierte jeweils einen Bachelor in Psychologie an der FU Berlin sowie für Angewandte Theaterwissenschaft in Giessen. In seinen künstlerischen Arbeiten beschäftigt er sich mit gesellschaftlichen Strukturen und Formaten des alltäglichen Lebens, wie Keynotes, Stadtrundführungen oder Ikea-Bauanleitungen und transformiert diese in künstlerische, performative Scores. Seine Arbeiten wurden u.a. von den Sophiensaelen Berlin, dem Frankfurter Kunstverein, dem Theater neben dem Turm Marburg und dem Black Box Theatre Oslo eingeladen. Er lebt und arbeitet in Giessen und Berlin.

 

Jakob Krog (*1991 in Kopenhagen) studierte Physical Theatre und Zeitgenössischen Tanz an der „Academy for Music, Dance and Theatre“ in Kopenhagen, sowie Schauspiel an der „Academi for Scenekunst“ in Fredrikstad, Norwegen. Seine eigenen Arbeiten sind geprägt durch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und wurden u.a. in einem Kopenhagener Waschsalon, dem „Sydhavn Teater“ Kopenhagen und dem Zentrum für Zeitgenössischen Tanz in Warschau gezeigt. www.jakobkrog.com

 

2019 gründeten Krog und Zeller  gemeinsam mit dem südafrikanisch-norwegischen Schauspieler Jay Fiskerstrand das Performance Kollektiv „Boys in Sync“. Die Gruppe erhielt u.a. Einladungen zu Festivals, wie  dem Edinburgh Fringe Festival, dem Young Urban Performance Festival Osnabrück, dem Performing Arts Festival Berlin, den Europäischen Theatertagen Karlsruhe und dem Bestival Bern.

 

Bruchstück ist eine Performance-Gruppe, die im Oktober 2019 von Ronja Eick und Stefanie
Alf gegründet wurde. Die Arbeit konzentriert sich auf konzeptionelle gesellschaftskritische
Performances und Videoarbeiten, die einem möglichst breitem Publikum in unterschiedlichen
Räumen präsentiert wird und dieses, wenn möglich, aktiv miteinbezieht. Bruchstück
erarbeitete seit ihrer Gründung bereits zwei Performances, „Bruchstück“ (Dezember 2019)
und „Er Sie Es“ (ursprünglich geplant für März 2020, pandemiebedingt verschoben).
Durch Kontaktverbote und Isolation entstand Mitte Marz 2020 eine neue Form der
kunstlerischen Arbeitspraxis. Ronja Eick und Stefanie Alf begannen am 18. Marz 2020 jeden
Tag ein Tanz-/ Performance Video aufzunehmen, das taglich in Solo Arbeit entwickelt und
gefilmt wird. Es gibt ein Ausgangsobjekt, eine Inspiration, ein found object, auf das sie
jeweils selbst und unabhangig voneinander re-agieren. Um 20 Uhr schicken sie sich die
Videos gegenseitig und treten in Dialog uber das Gestaltete, das Ausgangsobjekt und die
Tagessituation. Das Ausgangsobjekt kann ein Foto, Wort, Gemalde, Musikstuck, Literatur
etc. sein, oft kommen diese Inspirationen im direkten Austausch von Künstler:innen. Eick und
Alf entscheiden abwechselnd, welches Objekt als Inspiration fur das Video am nachsten Tag
verwendet wird. Diese Form der Materialentwicklung, der kreativen Praxis, wurde eine Art
Lebenspraxis. Der Prozess wird stetig weitergeführt, dadurch bleiben sie in Kontakt und im
Austausch.
Die Videos haben sich zu dem eigens entworfenen Format „Bruchstuck“ entwickelt. Jedes
Bruchstuck kann fur sich als Stuck stehen und so verstanden werden, gleichzeitig ist jedes
Bruchstuck nur Teil etwas Ganzen, ein Ausschnitt etwas Komplexen, ein Moment oder eine
Szene, die beleuchtet wird, eben ein Bruchstuck. Die Videos entstehen uberwiegend im
privaten Raum. Sie haben gemeinsam, dass sie alle in der Wohnung und Umgebung
entstehen, in der der Lockdown verbracht wird. Als offensichtlich verbindendes Element der
Videos kann der Raum genannt werden, in dem sie entwickelt, gestaltet und aufgenommen
werden. Es gibt kein Thema, das ubergreifend oder phasenweise fur die Videos benannt
werden kann, alles kann und darf das found object fur das nachste Video sein.

Die Arbeit lasst sich stark in den jetzigen politischen und gesellschaftlichen Kontext einordnen und
erforscht neue Formen der Zusammenarbeit. Kunst und Kreativitat machen vor keiner
Ausgangsbeschrankung oder Quarantane halt. Dieses Projekt versucht durch kreatives Arbeiten
und das Entwickeln von Bruchstucken in der Isolation trotzdem durch die Re-Aktion auf
Kunstwerke in Kontakt und einen anschließenden Dialog zu kommen. Besonderes Interesse liegt
dabei in aktuellen Fragen nach privatem Raum, offentlichem Raum, Freiheit und
gesellschaftlichem Auftrag.
Aus dieser Videosammlung von jeweils uber 300 Videos mit unterschiedlichster Lange zw. 40
Sekunden und 8 Minuten wurde im Juli 2020 an der Universität Mozarteum Salzburg die Online
Performance/Exhibition und Lecture Demonstration „Wen Mich Was“ uraufgeführt und wird jetzt im
Rahmen des UWE Festivals gezeigt.

Ronja Eick ist Musik- und Tanzpädagogin und Performancekünstlerin.
Sie studierte Musik- und Tanzpädagogik am Orff Institut Mozarteum und schloss ihr
Studium 2021 mit dem Bachelor of Arts ab. Gemeinsam mit Stefanie Alf gründete sie die
Performancegruppe “Bruchstück”, die sich mit konzeptioneller Kunst und Videoarbeit
beschäftigt und vorwiegend sozalkritische Themen bearbeitet.
Ronja Eick leitet Kontaktimprovisationsklassen und organisiert interdisziplinäre Jam
Sessions. In der Arbeit als Pädagogin vereint sie Musik, Tanz und Sprache für
altersgemischte Gruppen unterschiedlicher Kultur und Fähigkeiten.
Im April 2021 begann sie den Masterstudiengang Contemporary Dance Education an der
HfMDK, Frankfurt.

Stefanie Alf, geboren 1997, studierte Elementare Musik- und Tanzpädagogik
(Schwerpunkt Tanz) am Orff Institut der Universität Mozarteum Salzburg und schloss
ihr Studium im Juli 2020 mit dem Bachelor of Arts ab. Seit Oktober 2020 studiert Alf
im Masterstudium Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin, ab Oktober
2021 zudem Choreographie an der Hochschule für Schauspiel Ernst Busch. Sie ist
Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes.
2019 gründeten Alf und Eick das Kollektiv Bruchstück. Die Arbeit im Kollektiv
konzentriert sich auf konzeptionelle gesellschaftskritische Performances und
Videoarbeit, die in unterschiedlichen Räumen präsentiert wird und das Publikum,
wenn möglich, aktiv miteinbezieht.

 

Jakob Jentgens wurde 1994 in Essen geboren. Nachdem er zunächst in Bonn ein Mathematikstudium absolvierte, studierte er an der Folkwang UdK Jazz Saxophon im Bachelor bei Hugo Read und Matthias Nadolny. Zur Zeit studiert er ebenfalls an der Folkwang UdK im Master Jazz Improvising Artist bei Karolina Strassmayer und Michael Niesemann. 

Er spielte in verschiedenen Formationen unter anderem auf dem Jazzfestival Saalfelden, der Jazz Ahead, der Fusion und dem Moers Festival. 

Als Saxophonist interessiert er sich besonders für verschiedene Klangfarben und freie, auch interdisziplinäre Konzepte von Improvisation und Komposition. Daneben ist er auch als Geräuschemacher und Lehrer aktiv.

 

Photocredit: Christoph Klenner

 

 

Bruna Cabral ist eine Schlagzeugerin und Komponistin, die seit 2017 in Deutschland lebt. Sie arbeitet in verschiedenen Musikprojekten. Dabei deckt sie eine große Bandbreite an verschiedenen Genres ab. In den Bereichen Theater-, Tanz- und Performancemusik hat sie unter anderem an den Folgenden Projekten mitgewirkt: „AERO“ (2019), von Lucy Flournoy; „NINA“ (2020), von Damian Popp; „Elevator to Anaphora“ (2020) von Magdalena Öttl und der Samadhyana Company. Sie hat einen künstlerischen Bachelor Abschluss in Perkussion an der Universidade do Estado do Pará (UEPA) in Brasilien und einen Master Abschuss in „Professional Performance – Schlagwerk“ an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

 

Photocredit: Dominik Krolikowski

 

 

Elina Brams Ritzau, in Dänemark 1992 geboren, ist Physical Theatermacher*in, Performer*in und Sänger*in. Schon lange beschäftigte sie sich mit darstellenden Künste, vor sie 2017 nach Deutschland zog um Physical Theatre an der Folkwang Universität der Künste zu studieren.

In ihrer Arbeit, interessiert sie sich für die vermeintliche ‘Absurditäten’ und ‘Normalitäten’ des menschlichen Verhaltens. Ihr Wunsch; die vorherrschende Ideen von Geschlechterrollen und Stereotypen zu hinterfragen und dekonstruieren.

Ihre Performances bewegen sich auf der Schnittstelle zwischen physisches Theater, Tanz und Live-Musik. Als Performer*in und Künstler*in erforscht sie die bildliche Erzählkraft des Körpers.

 

Photocredit: Meret Höschkönig

Ivan Dubrovin kommt aus Münster. 2017 gewann er den Landespreis im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Nach seinem Abitur flog er alleine für zwei Monate nach Mumbai und drehte dort einen Kurzspielfilm in Eigenregie. Es folgte eine Regiehospitanz am Theater Münster und danach beim Deutschen Theater Berlin, sowie ein Technikpraktikum bei der Arriba Media GmbH in Berlin. Seit er 11 Jahre alt ist, dreht er durchgehend Kurzfilme, die unter anderem beim FiSH Festival in Rostock Silber und beim Takeone Filmfestival Gold gewannen. Seit Herbst 2019 studiert er Spielfilmregie an der HFF München, wo er bereits den Film 01 “Das abstürzende Luftschiff” als Co-Autor, Regisseur und Editor umsetzte.

EMILY HEHL, Regie

Emily Hehl (1999, Isny) lernte zunächst Akkordeon und Klavier und spielte u.a. als Gast in Musiktheaterproduktionen in der Mecklenburgischen Staatskapelle und dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz.  Ihr Interesse für Regie entdeckte sie früh. Nach ersten Regiehospitanzen am Schauspielhaus Hamburg und den Staatstheatern in Braunschweig und Mainz begleitete sie nach dem Abitur im Rahmen des FSJ-Kultur alle Musiktheaterproduktionen der Spielzeit 17/18 am Mecklenburgischen Staatstheater und entwickelte erste Regiekonzepte.    

In den folgenden Spielzeiten assistierte sie Barrie Kosky, Achim Freyer, Jan Lauwers, Christof Loy und Andreas Homoki am Opernhaus Zürich, der Komischen Oper Berlin und bei den Salzburger Festspielen. Zwischen weiteren Zusammenarbeiten mit den Regisseuren, die sie an die Opéra de Dijon und an die Hamburgische Staatsoper führten, leitete sie Wiederaufnahmen am Opernhaus Zürich und dem Mecklenburgischen Staatstheater.   
Weitere Produktionen begleitete sie bei Milo Rau, Keith Warner, Tatjana Gürbaca und Sebastian Baumgarten u.a. am Aalto-Theater Essen und am Theater an der Wien. 

Sie studiert Rechtswissenschaften an der Fernuniversität Hagen und seit März 2020 Regie für Schauspiel und Musiktheater an der Theaterakademie August Everding unter der Leitung von Prof. Sebastian Baumgarten. Die deutsche Erstaufführung von Hofmannsthals „Der Kaiser und die Hexe“ ist ihr erstes Regieprojekt an der Theaterakademie. In einer Ko-Regie mit Kai Anne Schuhmacher bringt sie 2021 die Uraufführung von „Der Hetzer“, eine Oper des Komponisten Bernhard Lang, auf die Bühne des Theater Dortmund. 

Fotografie: Christian Hartmann

 

DJAMILJA BRANDT, Bühnenbild

Djamilja Michaela Brandt, geboren in Aachen, entwickelte schon in frühen Jahren eine Faszination fürs Theater. 

Nach ihrem Abitur absolvierte sie ein FsJ in der Dramaturgie am Landestheater Detmold. 

Als Praktikantin der Ausstattung am Theater Münster assistierte sie Isabel Kork, Götz Lanzelot Fischer und Kristopher Kempf.

Dort konnte sie ihre ersten eigenen Ausstattungen für die Stückentwicklungen: „Heal the world – Übungen zur Weltverbesserung“ und „SexGottGier“ verwirklichen. In der Spielzeit 2015/2016 war sie im selben Haus als Ausstattungsassistentin tätig.

Seit 2016 studiert sie Bühnen- und Kostümbild and der Hochschule für bildende Künste in Dresden.

Im vergangenen Jahr konnte sie das Bühnen- und Kostümbild für Dirk Girschiks „Paradiesfluten“ im Prinzregenrentheater, sowie die Bühne für „Der Kaiser und die Hexe“ von Emily Hehl in Kooperation mit der Theaterakademie verwirklichen. 

Ihre dritte Produktion in Kooperation mit der Theaterakademie war in diesem Jahr das Bühnen- und Kostümbild für Dirk Girschiks Projekt „Erdbeben in Chili“.

 

EMMA HOFFMANN, Kostümbild

Emma Sophie Hoffmann wurde in Berlin geboren und studierte in Antwerpen Kostümbild. Erste Erfahrungen sammelte sie als Hospitantin am Opernhaus Zürich, bevor freie Assistenzen sie an die Deutsche Oper am Rhein, die Berliner Staatsoper unter den Linden sowie die Oper Graz führten. Als Kostümbildnerin arbeitete sie in Produktionen der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, außerdem war sie freischaffend als Makeup-Artist und Stylistin für Modelabels in Antwerpen tätig.

Seit Januar 2020 war sie am Konzert Theater Bern als Kostümassistentin engagiert. Für die Produktion La serva padrona entwarf sie das Kostümbild. Seit Januar 2021 arbeitet sie wieder als freischaffende Kostümassistentin, sowie künstlerische Mitarbeiterin und Kostümbildnerin unter anderem an der Oper Graz, dem Theater Görlitz und den Salzburger Festspielen.

 

VICTOR ARDELEAN, Komposition

Victor Ardeleans musikalische Aktivitäten strecken sich von Theater- über Filmmusik bis zum Pop. Zu seinen letzten Projekten gehören die Musiktheaterstücke „In 80 Tagen um die Welt“ (2021, Regie: Kim Mira Meyer) und „Der Kaiser und die Hexe“ (2020, Regie: Emily Hehl). Er war musikalischer Leiter, Pianist und Arrangeur im Musical „In Your Face – Ein Musikalisches Drama“ (uraufgeführt 2018 unter Regie von Kim Mira Meyer) und spielt regelmäßig Klavier im Impro-Theater-Ensemble „Der Stein Trügt“. 

Er hat Musik für mehrere originale Kurzfilme komponiert, u.a. „Kopfsache“ (2021, Maurice Teepe), „Zwei Außenseiter (2020, Meret Kienast) und „Fly, Paperplane!“ (2018, Linus Li).
Als eherenamtliche Tätigkeit war er 2016-2018 musikalischer Betreuer und Koordinator im Biedersteiner Studentenwohnheim in München.

Seit Oktober 2019 studiert Victor Komposition für Film und Medien an der Hochschule für Musik und Theater München. Bis 2015 besuchte er den Conservatorio Profesional de Música Arturo Soria in Madrid, wo er ein Diplom mit Auszeichnung in Klavierbegleitung erhielt. Als Cembalist erhielt er 2013 den ersten Preis für Alte Musik im Bundeswettbewerb Jugend Musiziert.

Weitere Informationen unter: www.victorardelean.com

Fotografie: Paloma Friedhoff

 

MAX PFNÜR, Spieler

Maximilian Pfnür wurde 1986 in Bad Reichenhall geboren.
Von 2009 bis 2011 war er Ensemblemitglied des Schauspielhaus Salzburg.
In dieser Zeit entstanden auch erste eigene Produktionen.
Ende 2011 gründete er mit Christine Winter das Salzburger Theater StattGeflüster und führte Regie bei dessen Erstproduktion „ICH. DER ANDERE“. Es folgte das selbst geschriebene und inszenierte Stück „Hanna“.
Seit 2012 arbeitet Maximilian Pfnür als freier Schauspieler und Theatermacher im österreichisch-deutschem Grenzland zwischen Salzburg, München, Innsbruck und Garmisch. In Salzburg arbeitete er in zahlreichen freien Produktionen an unterschiedlichen Spielstädten. Mit der „Theater Offensive“ arbeitete er seit 2015 an Stücken wie „Titus – Anatomie einer Abrechnung“, „Sissi-Syndrom“ oder „Die Bibel-Die ganze heilige Schrift, leicht gekürzt“.
Er war am Aufbau des OFF Theater Salzburg aktiv beteiligt und spielt seit dessen Eröffnung Anfang 2017 als fester Teil des Ensembles.

Im Zuge dessen hat er mit „Der Untergang des Hauses Usher“, „Walt“, Kafkas „Amerika“ und „Das Bildnis der Lili Elvenes“ auch eigene Dramatisierungen und Stücke für das OFF Theater verfasst.
Weitere selbstgeschriebenen Stücke sind, das im Winter 2014 uraufgeführte „Inuk, das Märchen vom ewigen Feuer“ und „Wir Kinder Babylons“.
Mit Eigenproduktionen wie „Ein Kind unserer Zeit“, „36 Stunden“ (Horvàth) und „Gang vor die Hunde“ (Kästner) arbeitete er in den letzten Jahren im Rahmen der Gruppe SpielWerk. 

Fotografie: Mark Prohaska

 

JAN PETERS, Spieler

Jan Peters wurde in Bielefeld (NRW) geboren und besuchte nach Abitur und Zivildienst die staatliche Schauspielschule ERACM in Südfrankreich bis 2007. Er wirkte seit dem in einer Vielzahl an Produktionen und Projekten in Marseille, Paris und ganz Frankreich mit. Seit 2011 spielt und singt er regelmäßig unter der Leitung von Jeanne Candel (Théâtre de l´Aquarium Cartoucherie de Vincennes) in Theater und Musiktheaterproduktionen, unter anderem in Dido und Aeneas, Le Crocodile Trompeur nach Henry Purcell. (Théâtre des Bouffes du Nord).  

2019 spielte er unter der Leitung von Macha Makeieff (Théâtre de la Criée) in Lewis vs. Alice auf dem Festival d´Avignon. 

Im Juni wird er im Crocodile Trompeur (Regie Samuel Achache, Jeanne Candel) zur Eröffnung des FestivalsBruit erneut in Paris zu sehen sein.

Fotografie: Janine Kühn

 

DJORDJE VASILJEVIC, Akkordeon

Djordje Vasiljevic wurde am 3. Oktober 1993 in Požega geboren. Er besucht die Grundausbildung an der Musikschule „Vojislav Lale Stefanovic“ in Užice in der Klasse von Professor Ana Čolović. Er schrieb sich am Musikgymnasium „Dr. Miloje Milojevic“ in der Klasse von Professor Vladimir Mandić ein, danach setzte er seine Ausbildung an der Fakultät für Philologie und Kunst in der Klasse von Professor Radomir Tomic fort und machte anschließend ein Masterstudium in der Klasse von Professor Vladimir Blagojevic. Er hat zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen und nahm an den Seminaren bei der bedeutendsten Pädagogen und Interpreten der Akkordeonwelt teil.

Neben seiner Solokarriere ist er als auch Kammermusiker tätig. Er trat in verschiedenen Kammerensembles in ganz Europa auf. Traditionell vertritt jedes Jahr die Klasse von Borislav Čičovački bei Konzerten in der Galerie der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Er ist der Gründer des Festivals „Harmonika u centru“, das in Požega stattfindet und Akkordeon als künstlerisches Instrument fördern soll. Er arbeitet auch an Projekten, die die Symbiose zwischen mehrerer Künste bauen. Am letzten Abend des Filmcamps „Interaction“ im August 2015 hat er mit der Geigerin Jelena Petrovic (Paris, Frankreich) Musik aus den Filmen aufgeführt.

Derzeit studiert er Master für Neue Musik an der Hochschule für Musik und Theater in München in der Klasse von prof. Krassimir Sterev. Zuvor hat er einen Spezialisierungskurs für Music Performance hat er in San Sebastian am „Musikene“ Institut abgeschlossen wo er mit Prof. Iñaki Alberdi zusammengearbeitet hat.

Foto: Siniša Ljubojević

 

VERA DRAZIC, Akkordeon

Vera Drazic wurde in Serbien geboren, wo sie schon im siebten Lebensjahr ihre Musikreise beginnt.
Nach ihrer musikalischen Grundausbildung erweitert sie ihr Wissen und ihre Technik am Konservatorium Conservatio Superior de Musica de Aragon in Spanien in der Klasse von Ander Telleria. Nach erfolgreichem Abschluss ihres Bachelors in Spanien, kommt sie nach Deutschland, wo Sie ihr Masterstudium in Neue Musik an der Hochschule für Musik und Theater München bei Krassimir Sterev beginnt.

In ihre bisherigen Karriere gab sie zahlreiche Konzerte in Serbien, Spanien sowie in Deutschland.
Sie nahm an vielen internationalen Festivals und Wettbewerbe teil. In Ihrer Laufbahn durfte sie bereits mit vielen prominenten Akkordeonisten zusammenarbeiten. Dazu zählen S. Hussong, Mie Miki, Iñaki Alberdi, Jams Crabb.

Name of the photographer: Bruno Gale

Gemma Miravet graduated from the School at the Escuela Superior de Arte Dramático de Valencia in 2020. At the same time, doing a weekly textual interpretation training since 2017 focused on character work at Atelier del Drama, taught by Juan Prado. She graduated from the Conservatory of Dance Unión Musical Santa Cecilia de Onda in 2013 and has followed training at Botànic Espai de Dansa since 2017 with Irene Ballester, Isabel Abril and Natalia Navarro. 

Alberto Ángel Escartí is an actor and creator from Valencia trained at ESAD Valencia, graduating in 2020. He has been doing weekly acting training since 2017 at the Atelier del Drama center. In addition to his acting training, he received a Professional Degree in Music from the José Iturbi Municipal Conservatory in Valencia. In specific relation to the arts of movement, he has received his training and continues his training at Botànic Espai de Dansa, with professionals such as Vicent Gisbert and Irene Ballester. 

 

david attenberger 

wuchs im Ruhrgebiet auf, fand zu urbanem Tanz, machte eine Elektroniker:innenausbildung,  studierte Soziologie, Ethnologie und Politikwissenschaft in Konstanz und begann ein Schauspielstudium an der Zürcher Hochschule der Künste. 

Seitdem entwickelt david eigene Performancearbeiten zu/gegen/ohne Geschlecht, turnt in  verschiedenen Kollektiven und ist in Sachen am Theater Neumarkt zu sehen. davids erster  Theatertext im Inneren des Kuchens gewann einen zweiten Preis. david wird von der  Studienstiftung des deutschen Volkes und vom Zürcher Theaterverein supportet und fühlt  sich in der Theaterausbildung oft nicht wohl.  

Die performative Forschung gestures (a body) debütierte 2020 im Performance Supermarket des Theater Neumarkt und reist seitdem weiter.

 

 

Hannah Rang wurde 1996 in Frankfurt a.M. geboren und ist dort auch aufgewachsen. Ihre ersten Theatererfahrungen machte sie im Schultheater sowie im Jugendclub des Schauspiel Frankfurts. Im Jahr 2017 zog sie nach Wien, um an der MUK Schauspiel zu studieren. Im Laufe des Studiums war sie u.a. in den Produktionen „Jedermann“ (R: Michael Sturminger, Salzburger Festspiele) und „DIES IRAE – Tag des Zorns“ (R: Kay Voges, Burgtheater) zu sehen. Mit der Stückentwicklung „Gib mir ein F“ gewann Hannah Rang, als Teil des feministischen FTZN-Kollektivs, den Jury- und Publikumspreis des Fidelio-Wettbewerbs. Nach der Premiere beim Hin & Weg Theaterfestival 2020 wurde das Stück vom Kosmos Theater in den Spielplan aufgenommen. Im vergangenen Jahr stand sie für den Film „Rubikon“ vor der Kamera, der noch heuer in den Kinos zu sehen sein wird. 2021 steht sie erstmalig bei den Sommerspielen Perchtoldsdorf auf der Bühne. 

 

Benita Martins wurde 1996 in Wien geboren. Im Juni 2021 schloss sie ihr Schauspielstudium an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien ab. Vor Beginn ihres Studiums war sie im Chor der 2016 erschienenen Burgtheater- Produktion „Hexenjagd“ zu sehen, inszeniert von Martin Kušej. Außerdem wirkte sie an der Seite des dänisch-österreichischen Performance-Kollektivs SIGNA im Stück „das Heuvolk“ am National Theater Mannheim mit. Sie ist Mitbegründerin des feministischen Theaterkollektivs FTZN.

 

Runa Schymanski wurde 1993 im schwedischen Göteborg geboren. Erste Theatererfahrungen sammelte sie in der freien Szene – im Hoffart Theater Darmstadt. 2020 schloss sie ihr Schauspielstudium an der Musik- und Kunstuniversität der Stadt Wien ab. In der Spielzeit 2019/20 spielte sie in Kay Voges Inszenierung „DIES IRAE – Tag des Zorns“ im Burgtheater mit. Außerdem war sie als Becky Thatcher in „Tom und Huck“ unter der Regie von Felix Metzner am Theater der Jugend zu sehen. Sie ist Mitbegründerin des FTZN-Kollektivs.

 

Fritzi Wartenberg wurde 1997 in Köln geboren und wuchs in Salzburg auf, wo sie Spiel- und Regieerfahrung am Salzburger Landestheater, sowie in der freien Theaterszene sammelte. Nach der Mitarbeit an diversen Film- und Fernsehproduktionen in den Bereichen Produktion und Kamera, nahm sie 2015 das Studium der vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universität Wien auf. 2018 wechselte sie an das Max Reinhardt Seminar, an dem sie ihr Regiestudium bald abschließen wird. Als Mitbegründerin des FTZN-Kollektivs übernahm sie die Regie für die Stückentwicklungen „Gib mir ein F“ und „Bei aller Liebe – Jetzt wird gefotzt!“.



Die Rechte an den Fotos haben:

Bei Fritzi Wartenberg:

Rafaela Pröll

Bei Hannah Rang:

Marco Sommer

Bei Runa Schymanski & Benita Martins:

Julia Dragosits

Habitat. Ein bewohntes Essay

Von und mit
MATHIS DIECKMANN, geboren 1995 in Mettingen (Westfalen), absolvierte 2015 ein FSJ Kultur an
einem freien Theater in Lübeck. Während seines Studiums der Politikwissenschaften in Hannover
fand er sich in verschiedenen Theaterproduktionen in der freien Szene wieder und blieb dem

Theater treu. Seit 2018 studiert er Regie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-
Württemberg. Er schreibt und inszeniert zu gesellschaftspolitischen Fragen und hat dabei sein

erstes Studium nie ganz aus den Augen verloren.
Dramaturgie
SARAH CHARLOTTE BECKER war nach dem Bachelorstudium der Philosophie und
Theaterwissenschaft an der FU Berlin von 2016 bis 2019 am Schauspiel Hannover tätig, zunächst in
der Theaterpädagogik und als Dramaturgiehospitantin, anschließend zwei Spielzeiten als
Regieassistentin. Seit 2019 ist sie Masterstudentin der Dramaturgie an der Akademie für
Darstellende Kunst Baden-Württemberg und war im Rahmen des Studiums als Dramaturgin an
diversen Inszenierungen beteiligt. Außerdem war sie Mitglied im studentischen Kurationsteam des
internationalen Festivals für junges Theater FURORE, das im Sommer 2020 in einer digitalen
Version stattfand.
Klang

MAXIMILIAN SCHIEDER, geboren 1991 in Leonberg, absolvierte 2020 seine Ausbildung zum Musik-
und Sounddesigner am Popcollege in Stuttgart. Er ist seit 2010 Musikschaffender in diversen

Musikgruppierungen, seit 2019 ist er regelmäßig als Sounddesigner und Musiker für studentische
Projekte der Filmakademie Baden-Württemberg engagiert. Aufgrund seiner langjährigen
Erfahrung als Musikproduzent plant der Multiinstrumentalist ab 2021 Popmusikdesign an der
Popakademie in Mannheim zu studieren.
Raum
NELE ESTEBAN DETTMAR ist Architekturstudentin im Master an der staatlichen Akademie der
bildenden Künste Stuttgart. Ihr Bachelorstudium in Architektur absolvierte sie an der ABK Stuttgart
und der Eesti Kunstiakadeemia in Tallinn. Ihr erstes Bühnenbildprojekt realisierte sie während eines
Gastsemesters im Studiengang Bühnen- und Kostümbild.
Mapping
CLARA DEITMAR, geboren 1997 in Heidelberg. Nach einem Bachelor in Medien- und
Informationswesen an der Hochschule Offenburg studiert sie seit 2019 Interaktive Medien mit
Schwerpunkt Game Director an der Filmakademie Baden-Württemberg.
Mapping
MALTE HARTLEB, geboren 1992 in Hannover. Nach einem Bachelor in Mediendesign 2017 ist
er als Kameramann und Interaktionsdesigner selbstständig und
unterrichtet an der der Hochschule Mainz im Fachbereich Interaktion.
Seit 2019 studiert er Interaktive Medien mit dem Schwerpunkt Interaktion
im Raum an der Filmakademie Baden-Württemberg.

Kostüm
PIA BRANDT, geboren 1994 in Mettingen (Westfalen), designt, konstruiert und fertigt schon seit
ihrer Jugend Kleidungsstücke an. Nach einem Bachelor in Modedesign an der Hochschule
Hannover arbeitet sie seit 2018 als Modedesignerin.

 

 

 

 

Helene Björkman

Helene is an actress, writer and singer who has spent several years in London and is currently based in Malmö, Sweden. She most recently appeared in a supporting role in the Swedish hit crime-drama Hunt For A Killer, a TV-series that premiered on Swedish public service in November 2020. Helene is currently working on the performance Hestia with Malmö-based artist Hans Carlsson. The performance is a monologue and installation, written and created by Carlsson and translated and performed by Helene. The piece was recently bought by Malmö Art Museum and will be preserved and exhibited in the museum starting April 2021. Helene graduates with honors from Malmö Theatre Academy and Lund University in June 2021 with a double Bachelor of Fine Arts, majoring in film and theatre.

 

Greta Karlsson

Greta is a performer, musician, filmmaker, sound designer and composer based in Malmö. She is currently involved in several different projects: the guitar quartet (O)MEGA-4 who creates and performs story concerts, she is the filmmaker for her co-guitarist Moa Nissfolk in a children’s theatre project and Greta lastly also has her own solo project Vem kommer minnas? (Who will remember?) – a documentary theatre featuring music and movie projections from her childhood village in northern Sweden. Greta holds a Bachelor of Fine Arts in classical guitar and performance studies from Malmö Music Academy and Malmö Theatre Academy. Her major focus is working intermediality, combining live music performance with projected film, soundscape and storytelling to create atmospheric experiences.

 

Sofia Källman

Sofia is a singer, performer and composer originally from Gothenburg and based in Malmö as of a few years ago. She completed her performance studies at Malmö Theatre Academy and Lund University in January 2021. Prior to that Sofia studied singing at the Gothenburg Academy of Music and Drama. Sofia is currently involved in several self-lead projects: her vocal ensemble Trio Rop are releasing their first studio album in June 2021, Sofia is also composing music for the children’s book Kan Maneter Drömma? (Can Jellyfish Dream?) together with illustrator Elin Alm Rosenblad. Furthermore she and the musical trio Mor Dansar (Mother Dances) are releasing an album during the spring of 2021 with their take on the beloved Swedish musician and actor Allan Edwall. Apart from singing and composing, Sofia is also an accomplished dancer and passionate about working with the body as an instrument.

 

Tom graduated from the Royal Conservatoire of Scotland ’20. New to writing, his first piece Baggage was chosen to be performed at the McLellan Arts Festival on the Isle of Arran in 2019, in which he played a piece of luggage reminiscing on lost love. Raw Sex Appeal follows the story of young men who get sucked into incel culture. It centralises on themes of toxic masculinity in the digital age, something every audience member, annoyingly, is quite used to by now. Hopefully these boys can one day realise, it’s not unusual to be loved by anyone.